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SEO vs. KI-Suche im Jahr 2025: Google und weitere Experten zur Zukunft der Suchmaschinenoptimierung in Zeiten von KI

Wird SEO mit KI überflüssig?

Wie verändert KI die Suchmaschinenoptimierung – wird SEO bald überflüssig? Lass uns die Thematik genauer betrachten und schauen, was Google selbst sowie verschiedene Experten dazu sagen.

Ist SEO tot? Diese Frage wird jedes Jahr neu gestellt. Fakt ist, SEO gibt es bis heute und ist für viele Unternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Spoiler: Auch 2025 bleibt SEO ein wichtiges Instrument für Vermarktung und Sichtbarkeit im Internet.

Mit der zunehmenden Bedeutung von KI in der Internetsuche und Indexierung großer Suchmaschinen gewinnt diese Frage aber an Relevanz.

Aktuelle Diskussion von SEO und KI im Google-Podcast

Im Google-Podcast „Search Off the Record“ wird diskutiert, ob KI SEO verdrängt. Die Hosts des Podcasts – darunter John Mueller und Gary Illyes – analysieren, wie sich der Einsatz von KI in der Google-Suche auf traditionelle SEO-Strategien auswirkt.

Die Kernaussage von Google: SEO bleibt relevant. Viele Digital Marketer und Publisher erleben indes etwas anderes. KI verändert bereits das Suchverhalten und die Ranking-Kriterien.

Kann KI SEO verdrängen?

John Mueller warf die provokante Frage in den Raum:
„Glaubt ihr, dass KI SEO ersetzen wird? Ist SEO auf dem absteigenden Ast?“

Gary Illyes reagierte gelassen und verwies darauf, dass SEO bereits seit Jahrzehnten totgesagt wird: „SEO stirbt gefühlt seit 2001, das macht mir keine Angst. Im Jahr 2025 wird der erste Artikel wieder darüber spekulieren, dass SEO stirbt.“

Diese Bemerkung spiegelt die lange Geschichte wider, in der Google regelmäßig populäre SEO-Taktiken durch Algorithmus-Updates entwertet hat. Bereits 2004 begann Google verstärkt, Spam-Taktiken zu bekämpfen und die Relevanz von Inhalten mithilfe statistischer Analysen zu bewerten.

RAG: Die Brücke zwischen SEO und KI

Ein zentrales Thema der Diskussion war Retrieval-Augmented Generation (RAG) – eine Technik, die es großen Sprachmodellen ermöglicht, aktuelle und präzise Antworten zu liefern. RAG basiert auf der Idee, relevante Informationen aus externen Quellen (wie Suchindizes oder Wissensgraphen) zu beziehen und in die KI-generierten Ergebnisse zu integrieren.

Mueller betonte, dass RAG SEO-relevant bleibt, da Suchmaschinen weiterhin auf indexierte und crawlbare Inhalte angewiesen sind. Die Aufgabe von SEOs sei es, sicherzustellen, dass Inhalte für die Suchmaschine sichtbar bleiben – auch in einer KI-gestützten Umgebung.

Mueller erklärte:
„Viele SEOs denken zunächst, dass KI eine magische Blackbox ist, deren Funktionsweise undurchschaubar bleibt. Doch RAG zeigt, dass vieles, was wir als SEOs tun – wie Crawling und Indexierung – auch in KI-Suchsystemen eine Rolle spielt.“

Neue Risiken für erfolgeiche Suchmaschinenoptimierung

Obwohl die Grundmechanismen von Crawling und Indexierung bestehen bleiben, warnen Kritiker, dass KI die Suchergebnisse grundlegend verändert. Dies betrifft insbesondere:

  • Veränderungen der organischen Suchergebnisse (SERPs): Die klassischen „zehn blauen Links“ sind seit Jahren auf dem Rückzug. KI-generierte Antworten verdrängen zunehmend traditionelle Suchergebnisse.
  • Neue Suchintentionen: Durch natürliche Sprache formulierte Suchanfragen verändern, wie Relevanz gemessen wird. Inhalte, die für keywordbasierte Suchanfragen optimiert wurden, können damit an Bedeutung verlieren.
  • Instabile Ranking-Faktoren: KI-Algorithmen neigen dazu, sich unvorhersehbar zu verändern. Das kann die Stabilität der Suchergebnisse beeinträchtigen.

Auswirkungen auf Publisher und Unternehmen

Publisher und Content-Ersteller spüren diese Entwicklungen besonders stark. Ihre Inhalte können durch KI-generierte Zusammenfassungen und direkte Antworten an Reichweite verlieren.

In vielen Fällen erscheinen KI-generierte Inhalte vor den organischen Suchergebnissen. Für die Seitenbetreiber bedeutet das einen Rückgang der Besucherzahlen.

Eine Analyse von Wired.com zeigt, dass KI-Inhalte häufig höher ranken als Originalberichte. Dies gefährdet nicht nur Publisher, sondern auch Unternehmen, die auf organische Suchergebnisse angewiesen sind.

Drei zentrale Herausforderungen für SEO durch KI

  1. Organische SERPs verlieren an Relevanz: Die traditionellen organischen Suchergebnisse werden durch direkte KI-Antworten und Zusammenfassungen verdrängt.
  2. Komplexere Suchanfragen: Nutzer stellen zunehmend kontextreiche, konversationelle Fragen, die klassische Keyword-Strategien untergraben.
  3. Instabile Ranking-Kriterien: KI-Algorithmen ändern sich häufig und ohne Vorwarnung. Das erschwert es, langfristige Strategien zu entwickeln.

Die Rolle der KI bei der Zukunft der Suche

Trotz der Herausforderungen birgt KI auch Chancen für Unternehmen, die sich frühzeitig anpassen. KI-gestützte Content-Optimierung und die Nutzung von Tools zur Analyse von Nutzerintentionen können einen Wettbewerbsvorteil bieten.

Ein Bericht von Sistrix.de hebt z. B. hervor, dass erfolgreiche SEOs künftig:

  • Content für komplexe Suchintentionen optimieren müssen, statt auf einzelne Keywords zu setzen.
  • Technische SEO weiterentwickeln, um sicherzustellen, dass Inhalte korrekt indexiert werden.
  • KI-gestützte Analyse-Tools verwenden, um Nutzerbedürfnisse besser zu verstehen.

Empfehlungen für Entscheider in Webentwicklung und Online-Marketing

Für mittelständische Unternehmen bedeutet dies, dass SEO-Strategien zunehmend ganzheitlich gedacht werden müssen. Es reicht nicht mehr aus, Inhalte einfach auf Keywords zu optimieren. Entscheider sollten:

  • In Content-Qualität investieren: Hochwertige, relevante Inhalte sind weiterhin der Schlüssel zu guten Rankings – besonders, wenn sie auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer eingehen.
  • Technisches SEO priorisieren: Eine saubere technische Infrastruktur (schnelle Ladezeiten, Mobile-First-Design) bleibt entscheidend.
  • Neue Suchtrends beobachten: Nutzerverhalten und Suchintentionen verändern sich rapide. Regelmäßige Analysen und Anpassungen der SEO-Strategie sind daher unerlässlich.
  • Social Signals stärken: Aktuell lässt sich beobachten, dass gerade KI-gestützte Suchanbieter wie Perplexity bekannte Seiten, Seiten mit zahlreichen positiven Bewertungen oder hoher Autorität (E-A-T) priorisieren.
  • KI-gestützte Tools nutzen: Zahlreiche KI-Tools versprechen Hilfestellung bei der Content-Erstellung, um den neuen Anforderungen zu entsprechen. Mit gutem Prompting kannst du auch die großen LLMs wie ChatGPT direkt dafür nutzen. Zudem ermöglicht KI-gestützte Datenanalyse bei großen Seiten mit vielen Besuchern, Kennzahlen noch effizienter auszuwerten.

Fazit: SEO lebt weiter – aber anders

SEO ist keineswegs tot – doch es befindet sich im Wandel. Die zunehmende Integration von KI in die Google-Suche stellt neue Herausforderungen und Chancen dar. Unternehmen, die frühzeitig reagieren und ihre Strategien anpassen, werden langfristig davon profitieren.

Mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz können diesen Wandel als Gelegenheit begreifen, ihre digitale Präsenz zu stärken und sich auf eine neue Ära der Suchmaschinenoptimierung vorzubereiten.

Weitere Quellen und Informationen:

Google – Search Off the Records (Wrapping up 2024)
SEJ: Google Speculates If SEO ‘Is On A Dying Path’

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